Dieses Mal: Welches Material kann gestampft werden?

Auch 2026 durften wir wieder Schüler*innen der HLBLA St. Florian mit dem Thema „Lehm als Baustoff“ beschäftigen.

Ziel war es Analysen unterschiedlicher Materialmischungen zu machen, um festzustellen womit im darauffolgenden Jahr die geplanten Stampflehm-Elemente im Schulgarten umgesetzt werden könnten.

Vorbereitend wurde im Unterricht Lehm als Baumaterial besprochen und im Zuge des Strohballenbau-Workshops gab es auch bereits erste praktische Erfahrungen mit Lehmputz. Ein Skript für die Schüler*innen ermöglichte ein tiefes Eintauchen in die Thematik des Stampflehms: Über einen Einstieg der Erläuterung was Lehm eigentlich ist, über verschiedene Bauweisen, bis hin zur konkreten Ausführung und Referenzbeispielen von Stampflehm.

Dann wurde einen Tag lang intensiv praktisch gearbeitet: Vom Schalungsbau über Materialbeschaffung und Mischungen herstellen bis hin zum finalen Prüfkörper: Musterwürfel mit 20x20x20. Welche in weiterer Folge analysiert werden.

Lehm direkt vor Ort im Schulgarten ausgegraben, Aushubmaterial aus dem Almtal und unterschiedliche Zuschlagstoffe (Gräder, Sand, Hackschnitzel, Stroh, Micanthus) wurden in verschiedenen Mischverhältnissen zusammengefügt und dokumentiert.

Schnell stellte sich heraus, dass der Schalungsbau doch komplexer ist als gedacht und wie viel Kraft entsteht, wenn die einzelnen Schichten gestampft werden. Außerdem wurde Stroh und Micanthus als Zuschlagstoffe für einen gestampften Aufbau ausgeschlossen und mit den Mischungen Ziegelmuster hergestellt.

Ein Highlight war für alle das Verdichten mit dem pneumatischen Stampfer.

Es entstanden 10 Musterwürfel, sowie 5 Ziegelmuster, die nun gelagert werden, um nach der Trocknungszeit analysiert zu werden.

Aktuell bleibt es noch spannend, welche Mischung nächstes Jahr zum Zug kommen wird. Jedoch schaut die präferierte Mischung mit dem lokalen Aushub-Material bisher sehr gut aus.

Wie immer hier ein paar Eindrücke der Lehm-Werkstatt:

Vielen Dank an unsere Unterstützer*innen, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre:

… und was denkst du?